Information

Forum

Reality

Future
Klein aber fein

Birgit, für ein Jahr in Finnland

Finnland – das ist ein langer dunkler Winter mit viel Schnee, das sind Elche, Rentiere, Mitternachtssonne und natürlich die Sauna. Schnell kommen Klischees und Vorurteile auf, die Birgit während ihrer Zeit im Norden abbauen wollte. Ihr Resümee ist einerseits enttäuschend, weil doch erhebliche Sprachprobleme bestanden, die den offenen Zugang zu den Finnen verhinderten. Die 19-Jährige hat aber auch gelernt, „dass etwas nicht schlecht sein muss, nur weil es nicht meinen Erwartungen entspricht.“ Für sie wurde es ein spannendes Jahr, das vor allem durch Eigeninitiative und den Austausch mit anderen Freiwilligen vor Ort geprägt war. Birgit heute: „Ich habe Mut und Lust bekommen, mich neuen Herausforderungen zu stellen.“


Theater-Workshops in Berlin mit
Jugendlichen aus Europa

Das Jugend-Kulturzentrum „Pumpe“ im Berliner Bezirk Mitte konnte mit Unterstützung von „JUGEND für Europa“ mehrere Workshops anbieten, an denen häufig benachteiligte Jugendliche teilnehmen. Freiwillige aus dem Ausland entwickeln hier selber Angebote (Tanz, Fotografie, Bühnenbau usw.) für Jugendliche aus Berlin und dem Kiez. Das Kulturzentrum möchte damit immer wieder das Interesse von Jugendlichen für andere Länder und Kulturen wecken. Interkulturelles Lebens soll in die Arbeit vor Ort integriert werden. Den Veranstaltern ist das besonders für Berlin-Mitte wichtig. Der Stadtbezirk hat einen teilweise hohen Ausländeranteil und gilt als sozial problematisch und kulturell vernachlässigt.


Die Worte „europäisches Bewusstsein“
verstehen

Prag ist von der Oberpfalz genauso weit entfernt wie die bayerische Landeshauptstadt München. Und doch galt für Stefanie die tschechische Metropole als viel weiter weg: im Osten, im Ausland; dorthin, wo 40 Jahre lang der eiserne Vorhang vorgezogen war. Doch gerade das machte die Studienanfängerin neugierig und so entschied sie sich für zehn Monate Freiwilligendienst im Umweltbildungszentrum „Toulcuv Dvur“. Über ihre Arbeit dort hinaus hat sie in den Seminaren der National Agentur viele weitere Kontakte knüpfen können. „Man kennt plötzlich Menschen über ganz Europa verstreut und schließt Freundschaften.“ Für Stefanie hat sich damit der Grundgedanke des EU-Programms erfüllt: „Der Blick weitet sich und man versteht, was sich hinter den Worten „europäisches Bewusstsein“ verbirgt.“


Europa: Ruhige Deutsche trifft
feurige Italienerin in Schweden

Franziska war knapp 19 Jahre alt, als sie von Bad Langensalza nach Schweden aufbrach. Zehn Monate Freiwilligendienst lagen vor ihr. In dieser Zeit half sie in Schulcafés und Jugendclubs aus, machte Fotokurse, arbeitete bei Veranstaltungen mit, außerdem im Deutschunterricht. Sie lernte die fremde Sprache in Grundzügen kennen, die immer wieder als Grund für „Hemmungen und gegenseitige Unsicherheit“ im Umgang miteinander beschrieben wird. Die Deutsche in Schweden erfuhr eine weitere europäische Komponente: Sie teilte ihr Zimmer mit einer Italienerin. Nach zehn Monaten schreibt Franziska: „Es sind viele kleine Dinge, die ich vermisse und bin unendlich froh, dass ich sie erfahren konnte.“

Noch mehr Wirklichkeit?

Andere machens gerade - den Europäischen Freiwilligendienst nämlich - und schreiben auch noch drüber. Aktuelle Reportagen, Tagebücher, Gedichte

ZDF Reportage als Download

Die ZDF-Reportage über den Europäischen Freiwilligendienst jetzt zum downloaden!