FAQ

Was ist, wenn?

Man möchte gerne vorher schon wissen, was auf einen zukommen kann. Alle Eventualitäten können wir nicht abdecken. Aber es gibt ein paar Fragen, auf die wir im Vorfeld Antworten geben können.

Ist der EFD etwas für mich?

Grundsätzlich gilt: Sprachkenntnisse sind keine Voraussetzung für den EFD. Sie sollen im Land selbst erworben werden. Zu diesem Zweck wird dir auch während deines EFDs der Sprachkurs finanziert. Da aber mangelnde Sprachkenntnisse häufig und verständlicherweise zu Verunsicherungen beitragen, können Sprachkurse auch vor der Ausreise besucht werden. Das muss aber beantragt werden.

Ein EFD soll eigentlich mindestens zwei Monate dauern (und kann bis zu einem Jahr gehen). Manchmal sind auch kürzere Projekte möglich. Die sind vor allem gedacht für Freiwillige, die besonders unterstützt werden müssen. Welcher Zeitraum für dich infrage kommt, klärst du am besten direkt mit deiner Entsendeorganisation.

Definitiv und auf jeden Fall: Ja! Projekte mit Jugendlichen, die eine besondere Unterstützung brauchen, werden sogar verstärkt gefördert. Deine Entsendeorganisation schließt für dich eine Krankenversicherung bei einer europäischen Versicherungsgesellschaft ab. Sie übernimmt die Kosten, wenn du im Gastland zum Arzt gehst. Hast du Vorerkrankungen, bzw. gibt es bei dir die Notwendigkeit von ärztlicher Überwachung / Behandlung / Pflege musst du diese zum Dienstbeginn angeben, damit die Kosten bei einer plötzlichen Erkrankung übernommen werden. Fallen zusätzliche Betreuungskosten an, werden diese komplett gefördert.

Dein eigenes Kind kann während des Freiwilligendienstes dabei sein. Die Verpflegungskosten werden gedeckt. Wichtig ist jedoch, dass das Projekt dazu passt und eine Betreuungsmöglichkeit für dein Kind vorhanden ist, wie zum Beispiel eine Kindertagesstätte.

Diese Frage musst du mit dem zuständigen Ausländeramt klären.

EFD-Länder

In welchen Ländern kann ich überhaupt einen EFD machen?

Einen EFD kannst sowohl du in den Programm- wie auch in den Benachbarten Partnerländern des EU-Programms Erasmus+ machen.

EU-Mitgliedsländer

Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern

Nicht EU-Mitgliedsländer

Island, Liechtenstein, Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, Norwegen, Türk

Westliche Balkanregion

Albanien, Bosnien und Herzegowina, Republik Kosovo, Montenegro, Serbien

Länder der Östlichen Partnerschaft

Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine, Weißrussland

Süd-Mediterrane Länder

Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien

Russische Förderation

Russische Föderation

Wer hilft mir bei der Suche nach einer Entsendeorganisation?

Ich fühle mich völlig hilflos, weil ich überhaupt nicht weiß, wie und wo ich anfangen soll.

Unserer Erfahrung nach ist es das Beste, wenn du tatsächlich die Entsendeorganisationen, die du in der Datenbank findest, abtelefonierst oder E-Mails verschickst. Die Entsendeorganisationen gehen mit der Sache teilweise sehr unterschiedlich um und fragen, wann du loswillst, in welches Land du am liebsten willst, usw. Die Menge an Organisationen ist zwar erst einmal "beängstigend", andererseits hast du dadurch logischerweise eine größere Auswahl.

Wenn du eine Organisation gefunden hast, die dich versenden will, aber noch unerfahren im EFD ist, ist der nächste und beste Weg, sich direkt an JUGEND für Europa zu wenden. JUGEND für Europa ist die Agentur, die den Europäischen Freiwilligendienst fördert und dafür auch Beratung anbietet. An wen wendet man sich? Am besten telefonisch an die 0228-9506220 oder per E-Mail an efd@jfemail.de.

Oder Du schreibst uns auf Facebook.

Hier findest du die Menschen, die bei JUGEND für Europa für den EFD stehen: JUGEND für Europa - staff members.

Fragen zu Finanzielles und Versicherung

Money, money, money - Wie ist das mit dem Geld und der Versicherung im EFD?

Deine Reisekosten in die Fremde und zurück werden entfernungsabhängig mit Pauschalen aus dem Programm Erasmus+ bezuschusst. Nun kann es sein, dass Du die restlichen Kosten selbst tragen musst. Es kann aber auch sein, dass der Rest von den beteiligten Partnerorganisationen anderweitig für dich finanziert wird. Bitte besprich das mit Deiner Entsendeorganisation.

Ansonsten ist der EFD für dich kostenlos.

Viele Entsendeorganisationen bieten aber auch andere Freiwilligendienste im Ausland an und nicht nur den EFD. Die Teilnahme an anderen Diensten ist dann oft kostenpflichtig. Diese Unterscheidung bringen aber leider einige Internet-Präsentationen nicht klar rüber.

Außerdem gibt es einige Organisationen, die hingehen und folgendes sagen: OK, der EFD ist umsonst, andere Freiwilligendienste aber nicht, das sei ungerecht gegenüber den Freiwilligen in anderen Diensten. Deswegen bitten diese Organisationen EFD-Freiwillige um eine 'Solidaritäts'-Spende im Rahmen eines Förderkreises, d.h. EFD-Freiwillige sollen aus ihrem Freundes-, Bekannten-, Verwandtenkreis oder von wem auch immer eine gewisse Summe aufbringen, mit der die Organisation dann auch andere Freiwilligendienste realisieren kann.

Beim Telefonieren oder E-Mail-Schreiben solltest du daher nicht vergessen, noch mal nachzufragen! Was einzelne Organisationen zusätzlich verlangen, hat nichts mit dem EFD zu tun. Wirst du deswegen abgelehnt, weil du die oben beschriebene Praxis nicht nachvollziehen willst oder kannst, solltest du dich umgehend an JUGEND für Europa wenden.

Nein, es ist ja ein Freiwilligendienst. Aber du bekommst ein regelmäßiges Taschengeld als Aufwandsentschädigung. Wie hoch das Taschengeld ist, ist von Land zu Land unterschiedlich. Schließlich sind die Lebenshaltungskosten ja verschieden. Irland ist z.B. teurer als Bulgarien.

Und nicht vergessen: Für dich fallen keine Unterbringungs- und Verpflegungskosten an.

Du bekommst für deine Dienstzeit eine Kranken-, Unfall-/Invaliditäts- und Haftpflichtversicherung von einer europäischen Versicherungsgesellschaft. Darum kümmert sich deine Entsendeorganisation. Die Kosten werden übernommen.

Während deines EFDs bekommen deine Eltern weiterhin das Kindergeld ausgezahlt.

Ja, ab dem 1. Juli 2015 hast du einen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Der EFD ist eine anerkannte nicht-sozialversicherungspflichtige Tätigkeit. Du hast keinen Arbeitnehmerstatus.

Es ist zu empfehlen, den jeweiligen Vermittler bzw. Fallmanager beim zuständigen Entscheidungsträger zu kontaktieren. Im Rahmen des Arbeitslosengeldes I ist dies das Team Arbeitnehmerleistungen der jeweiligen örtlichen Agentur für Arbeit und für das Arbeitslosengeld II der jeweilige kommunale Träger oder die jeweils zuständige Arbeitsgemeinschaft.

Diese Frage muss mit dem zuständigen Vermittler bzw. Fallmanager geklärt werden. Bei einem Kurzzeit-EFD wäre ein Umzug unangemessen.

Ja. Wenn z.B. die Ausreise am 25. eines Monats stattfindet, sind die letzten Tage des Monats zurückzuzahlen.

Hier genügt eine Veränderungsmitteilung an den zuständigen Leistungsträger.

Fragen rund um die Dienstzeit

Wie werde ich vorbereitet und was passiert während meines EFDs?

Bevor du zu deiner Organisation im Ausland reist, wirst du von deiner Entsendeorganisation auf deinen Dienst vorbereitet. Du erhältst das EFD Info-Kit, das dich über deine Rechte und Pflichten als Europäischer Freiwilliger aufklärt.

In den ersten Wochen im Gastland wirst du zu einem Einführungstraining eingeladen, bei dem du auch Freiwillige aus anderen Ländern triffst, die ebenfalls in dem von dir gewählten Land ihren EFD machen. Oftmals treffen sich dieselben Freiwilligen beim Zwischentreffen wieder, das zur Halbzeit deines Dienstes im Gastland stattfindet.

Du arbeitest zwischen 30 und 35 Stunden pro Woche in deinem Projekt und hast zwei Tage hintereinander pro Woche frei. Pro Monat gibt es außerdem zusätzlich zwei Urlaubstage. Deine Urlaubszeit wird mit der Aufnahmeorganisation gemeinsam vereinbart.

Es gibt verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten. Es kann sein, dass du ein Zimmer bei deiner Aufnahmeorganisation bekommst, es kann auch sein, dass du in einer Gastfamilie untergebracht wirst oder in einer Wohngemeinschaft mit anderen Freiwilligen wohnst. Oder, oder, oder.

Deine Entsendeorganisation schließt für dich eine Krankenversicherung bei einer europäischen Versicherungsgesellschaft ab. Sie übernimmt die Kosten, wenn du im Gastland zum Arzt gehst.

Hast du Vorerkrankungen bzw. gibt es bei dir die Notwendigkeit von ärztlicher Überwachung / Behandlung / Pflege musst du diese zum Dienstbeginn angeben, damit die Kosten bei einer plötzlichen Erkrankung übernommen werden.

In deiner Aufnahmeorganisation gibt es während deines gesamten Aufenthaltes einen festen Ansprechpartner für dich.

Wenn dir die Person nicht weiterhelfen kann, kannst du jederzeit Kontakt zu deiner Entsendeorganisation in Deutschland oder zur Nationalagentur im Gastland aufnehmen. Hier gibt es definitiv jemanden, der dir bei der Lösung des Problems hilft.

Zum Teil werden einzelne Projekte auch von größeren Organisationen vor Ort unterstützt, die zur Beratung von Freiwilligen zur Verfügung stehen. Im schlimmsten Fall ist es möglich, deinen EFD früher zu beenden, ohne dass das irgendwelche Nachteile für dich hat.

Wenn dein EFD-Projekt bewilligt wurde, erhältst du - nach Freischaltung durch deine Entsendeorganisation - den Zugang zum Online-Sprachkurs.

Bitte beachte: Der Online-Sprachkurs ersetzt nicht den regulären Sprachunterricht vor Ort. Dieser steht dir weiterhin zu. Momentan steht der Online-Sprachkurs auch noch nicht in allen Sprachen der EU zur Verfügung.

Diese Frage muss mit dem zuständigen Vermittler bzw. Fallmanager geklärt werden. Bei einem Kurzzeit-EFD wäre ein Umzug unangemessen.

Einen EFD kannst du jederzeit ohne finanzielle Konsequenzen abbrechen. Doch bevor du diesen Schritt wirklich tust, solltest du alle Möglichkeiten der "Krisenbewältigung" ausloten.

Also: Sprich mit deinem Betreuer vor Ort, mit deiner Entsendeorganisation, mit deinen Eltern oder mit anderen Vertrauenspersonen. Wenn möglich solltest du versuchen, die Arbeitsaufgaben und / oder die Wohnsituation zu verändern.

Hier genügt eine Veränderungsmitteilung an den zuständigen Leistungsträger.

Anerkennung

Wie wird der EFD anerkannt?

Ja, der Europäische Freiwilligendienst wird als "allgemeine Wartezeit" von der ZVS anerkannt. Für weitere Infos wende dich bitte an die ZVS (Kontakt unter www.zvs.de).

Nein, der EFD ist ein Freiwilligendienst. Er ist keine Praktikumsmöglichkeit im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums.

Ja, was du gelernt und gemacht hast, wird dir mit Brief und Siegel von der EU bescheinigt. Nach dem EFD erhältst du den Youthpass, eine Bestätigung und Beschreibung deiner Erfolge im Europäischen Freiwilligendienst.

Und das Beste ist: Du schreibst selbst mit rein, was deiner Meinung nach rein gehört in den Youthpass.

Die wichtigsten Begriffe zum EFD

Von Aufnahmeorganisation bis Zwischentreffen - hier sind sie noch einmal kurz erklärt: die wichtigsten Begriffe zum EFD.

A
  • Aufnahmeorganisation

    Gemeinnützige Organisation oder Einrichtung, bei der du deinen EFD leistest. Sie sorgt für deine Unterbringung und Verpflegung, deinen Sprachkurs und deine Betreuung während des EFDs.

D
  • Dauer

    Gemeinnützige Organisation oder Einrichtung, bei der du deinen EFD leistest. Sie sorgt für deine Unterbringung und Verpflegung, deinen Sprachkurs und deine Betreuung während des EFDs.

  • Dienstzeit

    Die Zeit, die dein Europäischer Freiwilligendienst dauert - bis zu zwölf Monate.

E
  • EFD

    Abkürzung für "Europäischer Freiwilligendienst"

  • EFD-Event

    Findet statt, wenn du wieder zu Hause bist. Alle zurückgekehrten Freiwilligen kommen hier zusammen, um sich über ihre Erlebnisse auszutauschen. Das Event unterstützt dich dabei, deine ganzen Eindrücke, die du während des EFDs gesammelt hast, zu verarbeiten und gibt dir Tipps, wie du deine Erfahrungen nutzen und weitergeben kannst.

  • Einführungstraining

    Du bist angekommen: Ein Treffen zum Beginn deiner Dienstzeit, das bereits in dem Land stattfindet, in dem du deinen EFD leistest. Hier lernst du zum ersten Mal Freiwillige aus anderen Ländern kennen, die genauso wie du gerade angekommen und neugierig, vielleicht auch noch ein wenig unsicher sind.

  • Entsendeorganisation

    Gemeinnützige Organisation oder Einrichtung, die dir konkret hilft, einen EFD- Platz im Ausland zu finden, die für dich den ganzen Papierkram (Versicherung, Reiseorganisation) regelt und die den Kontakt zu dir und zu deiner Aufnahmeorganisation während deines EFDs hält.

  • EU-Programm Erasmus+

    Ein Förderprogramm der Europäischen Union, das deinen Europäischen Freiwilligendienst finanziell fördert. Dein Taschengeld, die Versicherung, der Sprachkurs, Unterkunft und Verpflegung, die Reisekosten sowie verschiedene Begleitseminare werden über das EU- Programm unterstützt. Diese Seite übrigens auch.

  • Eurodesk

    Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk. Es berät kostenlos und neutral über sämtliche Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, z.B. über Freiwilligendienste, Au Pair, Workcamps, Schulaufenthalte, Jobs, Praktika usw.

    Das Eurodesk-Team erreichst du zu Bürozeiten entweder telefonisch unter 0228-95 06 250 oder per Mail unter eurodeskde@eurodesk.eu.

    Eurodesk betreut auch die Website www.rausvonzuhaus.de, auf der du alles über Auslandsaufenthalte sowie einen Last-Minute-Markt für Kurzentschlossene und ein Forum findest, in dem du dich mit anderen jungen Leuten austauschen kannst.

  • Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

    Der EFD ist ein Aufenthalt bei einer Organisation im europäischen Ausland, bei der du freiwillig mitarbeitest. Da es Projekte in den verschiedensten Bereichen gibt, hast du die Möglichkeit, deine persönlichen Stärken und Interessen einzubringen. Wenn du dich beispielsweise für die Arbeit mit Kindern interessierst, könntest du in einem Kinderheim arbeiten, wenn du gern an der frischen Luft bist, gibt es auch Umweltprojekte, beispielsweise in Naturschutzgebieten.

G
  • Gemeinnützig

    Heißt: Darf keinen finanziellen Gewinn machen. Entsendeorganisationen und Aufnahmeorganisationen müssen gemeinnützig sein.

N
  • Nationale Agentur JUGEND für Europa

    Die Stelle, die dafür sorgt, dass das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION in Deutschland vernünftig funktioniert und dass die finanzielle Förderung an Entsende- und Aufnahmeorganisationen gerecht vergeben wird.

    Die Nationalagentur sitzt in Bonn und heißt JUGEND für Europa. Sie betreut auch die EuroPeers und den YouthReporter.

    Mehr Infos zur Agentur findest du im Internet unter www.jugendfuereuropa.de.

Y
  • Youthpass

    Eine Urkunde von der EU, die du nach deinem EFD bekommst und die beschreibt, wo du warst, was du gemacht und gelernt hast.

Z
  • Zwischentreffen

    Die Hälfte ist vorbei: Ein Treffen zur Halbzeit des Freiwilligendienstes. Du triffst andere Europäische Freiwillige wieder, die du schon auf dem Einführungstraining kennen gelernt hast, tauschst Erfahrungen aus, lernst neue Freunde kennen und wirst beraten, falls irgendwo der Schuh drückt.